Ratschläge an die britischen Ökologen

17/10/2019 / 16:37 622
Ratschläge an die britischen Ökologen

Alexander Potemkin, Mitbegründer des internationalen „Hamburger Eco Sapiens Clubs“, Hamburg

Bezüglich der ökologischen Proteste in London in der vergangenen Woche

Die ökologische Bewegung in seiner Aktivität sollte sich weder mit rechtlichen und staatlichen Normen noch mit den Standards der Ökonomie und des Lebens beschäftigen. Ökologie - das ist in erster Linie die Veränderung der Weltanschauung der Weltbürger, das ist das Keimen der neuen – ökologischen – Zivilisation. Der Homo consumers muss zum Eco Sapiens werden, dann wird der Sieg unser sein. Keine Regierung kann als Initiator dieses Prozesses auftreten, sie kann ihn lediglich unterstützen. Die ökologische Zivilisation wird nicht von der Regierung oder den Beamten errichtet, sondern von Philosophen, Intellektuellen und ökologischen Aktivisten. Das Wichtigste dabei sind nicht so sehr die administrativen, sondern die aufklärerischen Methoden. Was kann von den Beamten gefordert werden? Sie sind, wie die gesamte Weltbevölkerung, ebenfalls Opfer des Homo-consumers-Bewusstseins geworden, weshalb auch sie unbedingt aufgeklärt werden müssen.

Ich habe mir diverses Videomaterial Ihrer Aktionen angesehen. Die Mehrheit der Teilnehmer – Menschen in bunter und greller Kleidung. Wie bereits bekannt, ist die Textilproduktion der zweitgrößte Umweltverschmutzer der Welt. Sie verbraucht immense Mengen an natürlichen Ressourcen – Wasser, Erdöl, Erde, Pflanzen, Tiere. Die Textilproduktion macht darüber hinaus Gebrauch von toxischen, chemischen Substanzen und sondert große Mengen an Kohlendioxid aus. Bunte Kleidung ist das Ergebnis der Anwendung von gefährlichen und schädlichen Farbstoffen. Ich würde den Teilnehmern der Bewegung raten, sich Gedanken über den Schaden zu machen, den die Textilindustrie in der Natur anrichtet und ihnen dazu raten, sich ausschließlich in natürlichen Farbtönen zu kleiden (schwarz, weiß, beige). Textilien dieser Farben wurden nicht mit chemischen Substanzen bearbeitet. Minimieren Sie Ihre Garderobe und horten Sie in Ihren Schränken und Koffern keine Textilien. Kaufen Sie nicht, und niemand wird produzieren.

Der zweite Punkt – viele Aktivisten halten Plastikflaschen mit Wasser in den Händen. Warum machen Sie immer noch Gebrauch von ihnen, wohlwissend wie ökofeindlich sie sind? Nicht der Staat muss ein Gesetz zum Verbot der Produktion von Plastikflaschen erlassen, sondern wir Bürger müssen aufhören sie zu kaufen. So ist das Marktgesetz. Wir kaufen nicht - es wird nicht produziert!

Und die Regierung hat damit nichts zu tun. Ich möchte hier weder Beamte, Abgeordnete noch die Staatsführung verteidigen, ich möchte mich dafür einsetzen, dass wir in erster Linie von uns selbst das ökologisch freundliche Benehmen einfordern. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich der Mensch in einer gegensätzlichen Situation wiederfindet, mit eingeschränkter Lebensfreude in allen Bereichen, dem Verlust der Arbeit durch die drastische Eindämmung der Industrien, sodass er folglich absolut unglücklich wird.

Damit das nicht passiert, müssen alle mit der mentalen Wandlung beginnen - bei Mitmenschen und bei sich selbst. Lesen Sie den Text des Projekts „EuRICAA – weltanschauliche ökologische Revolution: Kodex neuer zivilisierter Standards des Eco Sapiens“, erhältlich auf Englisch und allen Sprachen der Welt auf der Seite www.euricaa.com . Klären Sie Ihre Mitbürger auf, um ihre Weltanschauung zu verändern, propagieren Sie eine ökologische Lebensweise. Hier biete ich einige wichtige Empfehlungen:

- Legen Sie sich kein Auto zu, benutzen Sie ökologisch freundliche Verkehrsmittel. Der Besitz eines Autos in der Stadt, die über ein öffentliches Verkehrsnetz verfügt und komfortable Bedingungen für das Fahrrad- und Rollerfahren bietet, wird zu einem ökologischen Verbrechen!

- Besuchen Sie keine Restaurants, schränken Sie den Lebensmittel- und Alkoholkonsum ein. Wie bereits bekannt, kommt es bei dem Destillieren von Alkohol zu einem enormen CO2 Ausstoß. Beeinflussen Sie das Business – unterstützen Sie die öffentliche Verpflegungspunkte, die anstelle von gewöhnlichem Geschirr und Besteck, essbares Geschirr sowie Besteck anbieten. Sie sind hergestellt aus Lebensmitteln und werden am Ende der Mahlzeit verzehrt. So können Sie Trinkwasser einsparen. Bedenken Sie bitte, dass bei der Herstellung von Metallbesteck und Geschirr große Treibhausgasemissionen entstehen.

- Hören Sie mit dem Rauchen auf! Für die Trocknung von Tabakblättern wird jährlich 11,5 Mio. Tonnen Holz verbrannt, das Rauchen von Tabak führt direkt zu einem Kohlendioxidausstoß von 2,6 Mio. Tonnen und zu ungefähr 5,2 Mio. Tonnen Methangasausstoß. Jedes Jahr werden dabei 200 000 Hektar Waldland vernichtet. Zigarettenstummel – eines der meistverbreiteten Müllarten auf der ganzen Welt: 2 Mio. Tonnen – fester Abfall, 300 000 Tonnen – Nikotinabfall und 200 000 Tonnen – chemischer Abfall. Jährlich sterben 7 Mio. Menschen an den Folgen des Tabakrauchens. Kritisieren Sie Raucher allerorts. Kaufen Sie keine Zigaretten, ruinieren Sie nicht Ihre Gesundheit – und diese Industrie stirbt ganz ohne Regierungserlasse.

- Überdenken Sie die Ernährung, reduzieren Sie den Fleisch- und Fischkonsum. Senken Sie Ihr Körpergewicht - menschliche, organische Abfälle hinterlassen Hartmetall. In den letzten 50-70 Jahren ist die Zahl der Übergewichtigen um 400 Mal gestiegen und macht mittlerweile eineinhalb Milliarden aus. Ein übergewichtiger Mensch (ausgenommen sind Menschen mit medizinischen Problemen) bedeutet eine Vergiftung für die Erde mittels bedeutsamer Mengen an Schwermetallen, die die heutige Industrie in die Atmosphäre befördert: Quecksilber, Blei, Aluminium, Kupfer, Mangan. Ferner gelangen sie in den Boden und mit den Lebensmitteln und dem Wasser in den menschlichen Organismus.

- Wohnen Sie nicht in Betonhäusern (CO2-Ausstöße von Beton machen jährlich laut aggregierten Daten der Länder, in denen die Statistiken durchgeführt werden, 2,2 Mrd. Tonnen aus). Wenn Sie nicht kaufen – wird nicht gebaut werden.

- Kaufen Sie keine Wohnungen und Häuser mit mehr als 40m2 Wohnfläche pro Person.

- Stellen Sie die Wohnung nicht mit überflüssigem Mobiliar voll, wenden Sie das Prinzip des Minimalismus an.

- Senken Sie den Wasserverbrauch, duschen Sie nicht länger als 5 Minuten. Im Jahr trinkt die Menschheit einen Genfersee aus. In 15-20 Jahren wird es kein Trinkwasser in der Natur übrigbleiben. Die Trinkwasserressourcen werden erschöpft sein und es wird nur das wahrscheinlich nicht allzu gesunde, entsalzte Meerwasser erhältlich sein.

- Benutzen Sie keine Shampoos, Duschgels und Cremes zum Waschen und Pflegen, da die Substanzen, aus denen sie gemacht sind, das Wasser und den Boden vergiften. Benutzen Sie Seife, da ihr Verbrauch im Vergleich zu anderen Mitteln deutlich geringer ist.

- Setzen Sie sich für das Jagd- und Angelverbot und gegen die Tierhaltung in Zirkussen und Zoos ein.

- Kaufen Sie keine Gummischuhe und keinen Pelz. Schränken Sie den Lederkonsum ein.

- Nutzen Sie wiederverwendbare Taschen und Einkaufsnetze; Plastik- und Papiertüten müssen aus Ihrem Alltag verschwinden.

- Verzichten Sie auf jegliche Art von Plastik. Nach den neusten Ergebnissen der Forscher des deutschen Umweltbundesamts und des Robert Koch Instituts, befinden sich bei 97% der untersuchten Kinder 11 Plastikarten im Organismus, die durch Lebensmittelverpackungen, Spielzeug und Wasser aus Plastikflaschen dahin gekommen sind.

- Unterstützen Sie die Erschaffung von Glasbehältern in allen Ländern, kaufen Sie keine Lebensmittel, die eine Plastik-, Papier- oder Kartonverpackung haben. Glas ist ein ökologisch inertes Material, welches wiederverwendbar ist.

- Reduzieren Sie den Papierverbrauch. Leihen Sie sich Bücher in der Bibliothek, organisieren Sie einen Büchertausch mit Freunden und Bekannten, nehmen Sie teil am bookcrossing. Gehen Sie über zum Onlinelesen. Verzichten Sie in Gänze auf Papierhandtücher, Papiertaschentücher und Papierservierten. Verbieten Sie das Verbreiten von Werbung auf Papier – in Ihrem Briefkasten, Hauseingang oder Büro. Denken Sie daran, dass die Druckindustrie für das Drucken von Büchern, Zeitungen, Zeitschriften, Büropapier und anderer Utensilien sowie Werbematerialien 7-8 Mio. Waldhektar vernichtet. Und Wälder sind leichte Planeten, so banal dieser Satz auch sein mag. Für die Erhaltung der Wälder ist die Einführung von Recycling unabdinglich.

- Erfreuen Sie sich nicht an Feuerwerken, kaufen Sie keine Feuerwerkskörper - in der aktuellen Zusammensetzung der pyrotechnischen Mittel befinden sich chlororganische Substanzen und diverse Salze, die bei der Verbrennung Aerosol aus den Verbindungen von Schwermetallen und besonders toxische Substanzen, nämlich Dioxine, aussondern. Besuchen Sie keine Festivals, Shows und Bühnenauftritte, bei denen die Künstler grelle, bunte Kleidung tragen.

Alle Unannehmlichkeiten, die mit Ihrem neuen ökologischen Bewusstsein zusammenhängen, wird die Wirtschaft eigenständig regeln.

Andere Empfehlungen können Sie auf der Seite www.euricaa.com  in dem Projekt „EuRICAA – weltanschauliche ökologische Revolution: Kodex neuer zivilisierter Standards des Eco Sapiens“ nachlesen.

Was muss allerdings unbedingt von der Regierung gefordert werden?

Wenn unkonkrete Vorschläge, wie beispielsweise “Verbesserung von Ökologie”, hervorgebracht werden, wird es nie Ergebnisse geben. Offerieren Sie klar formulierte Forderungen, zum Beispiel:

- In der Zeit, in der wir über die Eindämmung der Luftfahrt als Fortbewegungsmaßnahme sprechen, hat die Europäische Union alle nächtlichen Zugrouten gesperrt, sodass die Passagiere gezwungen waren mit dem Flugzeug zu fliegen. Fordern Sie, dass die Bahn Nachtzüge einführt. Fordern Sie darüber hinaus auch, dass zur Entlastung der Fluglinien neue Routen eingeführt werden: zum Beispiel, Paris - Madrid, London – Madrid, Rom – Berlin, Wien – Lissabon, Warschau – Rom, Vilnius – London, Moskau – Amsterdam. High-Speed Züge für Passagiere müssen Präzedenz haben vor Frachtzügen.

- Bestehen Sie auf Flugreduktionen und der Einführung von Luftschiffen mit der Tragfähigkeit von 3000-5000 Tonnen, die Helium-4 verwenden. Sie sind sicher und ökologisch.

- Fordern Sie Stipendien für die Erschaffung und Unterbringung von Spiegeln auf niedrigen Umlaufbahnen, 50-70 km, die für die Beleuchtung der Städte bei Nacht konzipiert wurden, um den Verbrauch von Kohlenwasserstoff zu senken.

- Informieren Sie sich auf der Seite des Projekts EuRICAA über die Technologie für die Gewinnung von Methan aus dem Darm von großem Hörnervieh und Schweinen und seiner Verwendung als Energieressource. Das ist ein wegweisender und kostenfreier Vorschlag für die gesamte Weltgemeinschaft.

- Fordern Sie Kontrolle über Weltraumstarts. Mit jedem Start einer Rakete oder eines Shuttles werden große Mengen an Wassermolekülen in die Atmosphäre ausgesondert, die die Ozonschicht der Ionosphäre auf der Höhe von 50-100 km zerstören. Jeder Start zerstört um die 50 000 Tonnen Ozon und hinterlässt Löcher mit einer Fläche von 50 000, 100 000, 300 000 km2 in der Ozonschicht der Erde. Amerikanische Ökologen müssen auf “Shuttles” achten, deren Triebwerke der Atmosphäre am meisten Schaden zufügen, da sie mit festem Brennstoff arbeiten. In ihren reaktiven Strahlen ist eine große Menge Chlorwasserstoff enthalten, der als besonders aktive, ozonvernichtende Substanz gilt.

Die Ökologische Bewegung muss global sein. Wir bieten Ihnen, Mitglieder des internationalen ökologischen “Hamburger Eco Sapiens Clubs” zu werden, und sich dem Treffen am 1-3. März in Hamburg anzuschließen, um ein offenes Gespräch über die Schaffung der neuen ökologischen Zivilisation Eco Sapiens zu führen.

PS. Die ökologische Situation in der Welt überzeugt mich immer mehr davon, dass der internationale “Hamburger Club” global werden muss. Das wird die einzigartige Plattform, die Ökologen aus aller Welt regelmäßige Treffen bietet, bei denen dank gemeinsamer Diskussionen neue zivilisierte Standards herausgearbeitet werden, die als Empfehlung Regierungen angeboten werden können. Diesem Club sollten keine regierungsamtlichen Beamten und Abgeordnete, sondern nur Philosophen, Intellektuelle und Öko-Aktivisten beitreten. Die Politiker müssen lediglich zum Hauptinstrument der Realisierung der Entscheidungen werden, die von den Mitgliedern dieser Treffen vorgenommen werden. Das Ansehen des “Hamburger Clubs” in dieser dramatischen ökologischen Situation muss höher sein, als das diplomatische Gerede der UNO.

PPS. Im Jahre 1949 haben Rothschild und Co das Gebäude für die Organisation der Vereinten Nationen gebaut und heute sind Potemkin und Co bereit das Zentrum des planetarischen ökologischen “Hamburger Clubs” in Hamburg zu errichten.

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